Leichter Wirtschaftsaufschwung in Spanien – Ende der Krise?

Madrid - Gute Nachrichten aus dem Krisenland: Spaniens Wirtschaft erholt sich zusehends. Im ersten Quartal dieses Jahres legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ersten Schätzungen zufolge um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorquartal zu, teilte die Zentralbank des Landes mit. Das entspricht dem höchsten Wachstum seit Beginn der Krise Anfang 2008.

Bereits Mitte des vergangenen Jahres hatte die spanische Wirtschaft die Trendumkehr geschafft. Nach mehr als zwei Jahren Rezession wuchs das BIP im dritten Quartal 2013 zum ersten Mal wieder, damals noch mit recht mageren 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. In den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres steigerte sich das Wachstum bereits auf 0,2 Prozent. Getragen wurde das Wachstum im ersten Quartal 2014 der spanischen Zentralbank zufolge von einer leicht verbesserten Binnennachfrage.

 Auch die Unternehmen hätten wieder mehr investiert. Für das gesamte Jahr rechnen die Zentralbanker mit einem Wachstum von 1,2 Prozent. 2015 soll das BIP in der viertgrößten Volkswirtschaft der Euro-Zone um 1,7 Prozent zulegen. Arbeitslosigkeit weiter hoch Auch die Regierung ist optimistisch. Wirtschaftsminister Luis de Guindos hatte am Mittwoch seine Prognose erhöht und rechnet mit einem Wachstum "um die 1,5 Prozent" im Schnitt für die Jahre 2014 und 2015.

Zur positiven Stimmung trägt auch bei, dass Spanien von Investoren mittlerweile wieder günstig Geld bekommt. Am Donnerstag gab das Land Anleihen mit zehnjähriger Laufzeit aus - und konnte sie zu historisch niedrigen Zinsen von 3,1 Prozent platzieren. Bei der letzten vergleichbaren Auktion Anfang April hatten sie noch 3,3 Prozent betragen. Auch die Renditen für Anleihen mit kürzerer Laufzeit fielen. Insgesamt spülten drei Versteigerungen 5,56 Milliarden Euro in die Staatskasse.

Weiterhin sehr hohe Arbeitslosigkeit
 Ein Aspekt trübt jedoch den Optimismus in Spanien: Die Arbeitslosigkeit bleibt laut Wirtschaftsminister de Guindos "erschreckend" hoch. Im ersten Quartal suchte der Statistikbehörde zufolge mehr als jeder vierte Spanier einen Job. Die Quote lag bei 25,7 Prozent.

Die Jugendarbeitslosigkeit liegt sogar bei alamierenden 50%.

Insofern ist es fraglich, inwie weit sich die wirtschaftliche Situation fuer die spanische Bevoelkerung verbessert hat.

 Spiegel – online fdi/Reuters/dpa/AFP
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