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Spanien und seine Wirtschaftslage 2009

Aktuelle Wirtschaftslage Spaniens

Spanien mit einem BIP von 1,1 Billionen Euro nimmt derzeit den Rang der 8. groessten Volkswirtschaft weltweit ein.

Die Jahre , in denen Spanien mit hohen Wachstumraten in Europa glaenzte sind leider vorbei.  Spaniens Wirtschaft hat im Jahr 2008 einen rapiden Einbruch erlitten und befindet sich momentan in einer Rezessionsphase.(August 2009 -0,8%) Die letzte Rezession Spaniens liegt mittlerweile 16 Jahre zurueck.

Gründe hierfür sind vor allem der Einbruch des Immobilienmarktes und die Folgen der Weltwirtschaftskrise. Im Immobilienmarkt, der bis ins Jahr 2007 immer steigende Preise verzeichnete und stark überhitzt war, sind die Verkauefe bis zu 70% zurückgegangen und die Kaufpreise sind ebenfalls sehr stark gesunken. Fuer Immobilienbesitzer in Spanien ist es derzeit fast unmoeglich Ihr Eigentum zu verkaufen.  Ein großes Problem hierbei ist auch das Verhalten der Banken, die derzeit nur sehr zurückhaltend Hypotheken Kredite vergeben. 

Ebenfalls vehement betroffen ist die Automobilbranche. Diese verzeichnet im ersten Halbjahr 2009 Rückgänge um ca. 30 %.

 Infolge der Wirtschaftskrise stieg die Arbeitslosenquote in Spanien
 im August 2009 auf 18,2% an. Prognosen sagen für das  Jahr 2010 eine Arbeitslosenquote von 20,5 % voraus. (EU Komission)  

Die Staatsverschuldung Spanien die von 2001 bis 2008 von 56 % auf 39,5% gesunken ist stieg im Jahr 2008 wieder auf 39,5% an. Für den Zeitraum 2009 bis 2011 rechnet man mit einem weiteren Anstieg auf 55 %. 
Erste Wirtschaftsindikatoren deuten auf eine Erholung der spanischen Wirtschaft – wenn auch wesentlich verzögerter als in den anderen EU Staaten. Völlig unklar sind hier die Auswirkungen der neuen Maßnahmen Zapateros und der geplanten Steuererhöhung. So hat Spanien beschlossen die Mehrwertsteuer von 16% auf 18% zu erhöhen.Auch im Tourismusbereich musste ein Rückgang von 11% gegenüber dem Vorjahr verzeichnet werden.
    Spaniens Wirtschaft 2007


 Die Wirtschaft Spaniens  konnte in den vergangenen Jahren einen deutlichen Aufschwung verzeichnen, der momentan zu einem Wirtschaftswachstum führt, dass mit 3,4% deutlich über dem EU-Durchschnitt liegt.  
Zwei der wichtigsten Faktoren, die hierbei eine große Rolle spielen, sind der private Konsum und Spaniens Bauwirtschaft. 

Diese beiden Elemente werden stark angefacht durch die einerseits steigenden Löhne und die niedrigen Realzinssätze, aber auch durch große öffentliche Finanzspritzen, die in die Infrastruktur des Landes investiert werden.   

Bis  ins Jahr 2006 war Spanien mit 57,3 Mrd. Euro an Strukturbeihilfen durch die EU, noch der größte Nettoempfänger; da sich das Land aber in den letzten Jahren wirtschaftlich sehr gut entwickelt hat, werden diese Strukturbeihilfen künftig sehr viel geringer ausfallen; und für den wahrscheinlichen Fall, dass Spaniens Wirtschaft sich auch weiterhin so positiv entwickelt, wird das Land in naher Zukunft wohl sogar selbst zum Netto Zahler werden. 

Seit 1998 verzeichnet Spanien eine negative Leistungsbilanz. Die Einnahmen aus dem Tourismus genügen nicht , um die Verluste aus der Handelsbilanz auszugleichen.(2005: rund 60 Mrd. Euro)

Die Inflationsrate Spaniens lag 2005 noch bei 3,7% und nahm bis 2007 auf 2,5% ab, ist also deutlich gesunken.

Auch die Entwicklung des BIP zeichnete sich in den letzten Jahren positiv ab, sie lag im Jahr 2006 bei 976 Mrd.; das BIP pro Kopf steigerte sich bis auf 22.152 € pro Jahr (2006).

Die Arbeitslosenquote begann in den letzten Jahren zu sinken, in den Jahren 2002/2003 lag der Wert noch bei 11,1%, bis zum Jahr 2006 sank dieser auf 8,6% und Prognosen lassen erhoffen, dass die Arbeitslosenquote auch weiterhin sinkt. 

Ein sehr aktuelles Problem, dass die spanische Wirtschaft gerade in Aufruhr versetzt hält, ist die Tatsache, dass das Wohnen, Eigentum wie auch Miete,  in Spanien immer kostenintensiver  wird.

Gründe dafür sind sicherlich die außer Kontrolle geratene Immobilienspekulation hier in Spanien, der neue Trend unter Spaniern, einen zweiten Wohnsitz zu erwerben und sicherlich spielt auch das Bevölkerungswachstum, das durch die vielen Immigranten hervorgerufen wird, eine nicht unbedeutende Rolle. Verschärft wird die Immobilienkrise nun auch noch durch die Hypothekenkrise in den Vereinigten Staaten. 

Ein weiterer Punkt, der sich negativ auf die spanische Wirtschaft auswirken könnte, sind die abnehmenden Zuschüsse aus den EU Fonds.  Diese hatten seit dem Beitritt Spaniens in die Europäische Gemeinschaft sehr zum Wirtschaftswachstum des Landes beigetragen. 

 Auch wenn die spanische Wirtschaft momentan mit den genannten Problemen umzugehen hat, so kann man doch absehen, das die Wirtschaft des Landes auch zukünftig noch weiter wachsen

Denn auch wenn die Strukturbeihilfen der EU wegfallen und es Probleme auf dem Immobilienmarkt zu vermelden gibt, so tragen doch der ansteigende Handel des Landes mit Lateinamerika und Asien, sowie Spaniens Industriestärke und natürlich nicht zu vergessen, die stetige Besserung der globalen Wirtschaft, dazu bei, das sich Spaniens Wirtschaft auch weiterhin positiv weiterentwickeln wird. 

SPANIEN IN ZAHLEN 2007

 Indikator (Zahlen in % wenn nicht andere Angaben stehen)

  

BIP................................................... 4,0 (2. Trimester 07)

Konsum der Haushalte............         3,5 (1. Trimester 07)

Formacion bruta en capital   ..........  6,6 (1. Trimester 07)

Nachfrage national.........................  4,9 (1. Trimester 07)

Export…………………………….   4,2 (1. Trimester 07)

Import.............................................   5,6 (1. Trimester 07)

Industrieproduktion  ......................  2,0 (Juni 07)

Energieverbrauch..........................   -1,6 (Juli 07)

Beschäftigte....................................  3,0 (1. Trimester 07)

Beschäftigte EPA...........................  3,4 (2. Trimester 07)

Sozialversicherungsmitglieder......   2,8 (Juli 07)

 

Arbeitende Bevölkerung EPA.......  2,8 (2. Trimester 07)

Arbeitslosenrate EPA.....................  8,0 (2. Trimester 07)

(% über arbeitender Bevölkerung)

Registrierte Arbeitslose.................. 1,970 (Juli 07)

(miles de personas)

Differential Index der

Verbraucherpreise mit Eurozone..   0,5 (Juli 07)

(prozentuelle Punkte)  

 

Produktionspreise..........................   2,6 (Juni 07)

Handelsdefizit.................................  5,3 (Mai 07)

 

 

Capital September 2007

 

Links:

http://www.ocei.es/

http://es.wikipedia.org/wiki/Econom%C3%ADa_de_Espa%C3%B1a

http://www.dw-world.de/dw/article/0,,2738344,00.html?maca=de-teaser_top_stories-212-rdf

https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/sp.html#Econ

http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/Spanien/Wirtschaft.html

http://www.spainbusiness.ch/icex/cda/controller/PageInvGer/0,5772,40016187_5082102_5090880_0_DE,00.html

 

 

 

 


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