Gesundheitsystem in Spanien / SEGURIDAD SOCIAL

Ärztliche Versorgung in Spanien - für Urlauber und Residenten ein wichtiges Thema. Welche Krankenscheine werden benötigt und welche Leistungen werden erbracht?

Unabhängig von Ihrer Berufstätigkeit genießen Sie als in Spanien gemeldeter Eu-Bürger oder auch als Urlauber  den Krankenversicherungsschutz des sozialen Gesundheitsdienstes.

Deutsche Rentner, die sich ordnungsgemäß in Spanien angemeldet haben, erleiden dadurch keine Form von Nachteilen für ihre deutsche Rente, Kranken- und Pflegeversicherung.

Der Leistungsumfang richtet sich hierbei immer nach den spanischen Vorschriften. So kann es zum Beispiel vorkommen, daß Leistungen, die in Deutschland für gesetzlich Versicherte gratis sind in Spanien kostenpflichtig sind.

Bei Privatärzten oder privaten Krankenhäuser werden auch gesetzlich Krankenversicherte wie Privatpatienten behandelt und in der Regel direkt zur Kasse gebeten.

Der staatliche Gesundheitsdienst genießt in Spanien einen sehr guten Ruf, was die fachliche Qualität der ärztlichen Behandlung angeht.

Für die Spanier führt der Weg zum Facharzt oder in die Klinik über eines der 2.702 Gesundheitszentren.

Unabhängig von der Art der Beschwerde, muss man dort erst den „Kopfarzt“ aufsuchen, der dann entscheidet welche weitere Behandlung erforderlich ist und einen dann (gegebenenfalls) zu einem Facharzt schickt.

Somit haben die Spanier gewissermaßen ein Hausarzt-System geschaffen.

Das Problem daran besteht aber nun darin, dass auch wenn man mit dem zugewiesenen Arzt nicht zurecht kommt, so kann man nicht zu einem anderen Arzt wechseln.

 Alle Buerger, auch wenn sie der staatlichen Versicherung nicht als Arbeitnehmer oder Selbstständige angehören, haben ein Recht auf eine kostenfreie Behandlung (sofern sie bedürftig sind).

Das gleiche Recht besteht auch für Eu-Bürger, die sich in Spanien aufhalten, egal ob sie in ihrem Heimatland versichert sind, oder nicht.

Was Arzneimittel betrifft, so sind die Spanier es gewohnt, etwa 40% der Kosten selbst zu tragen. Auf der anderen Seite sind vor allem teure Medikamente für einen Bruchteil des deutschen Preises in Apotheken zu bekommen.

An chronischen Krankheiten leidende Patienten müssen nur 10% zuzahlen, Rentner gar nichts.

Die Verschreibungspflicht von Medikamente ist übrigens in der Praxis unbekannt.

Das Hauptproblem des spanischen Gesundheitsdienstes sind die langen Wartelisten für Operationen in den rund 800 Krankenhäusern des Landes.Das Ziel ist eine maximale Wartezeit von 45 Tagen für Operationen, sie beträgt jedoch durchschnittlich 80 Tage, in jedem zehnten Fall sogar sechs Monate.An die 400.000 Menschen stehen derzeit auf den Wartelisten, zudem ist es nicht unüblich in den Fluren der Krankenhäuser Doppelreihen mit belegten Betten zu sehen. Es passiert auch nichts selten, dass Patienten tagelang auf ihre OP oder ein freies Bett warten müssen. Speziell im Sommer kann es in den Krankenhäusern der Urlaubsgebiete zu solchen Problemen kommen, denn die Nachfrage kann ganz einfach nicht gedeckt werden; dazu kommt das im Urlaubsmonat August viele Ärzte im Urlaub sind. Ein weiteres Problem besteht im akuten Ärztemangel Spaniens, so gibt es zwar 107.000 Ärzte, zur gleichen Zeit fehlen aber 3.000 Fachärzte, vor allem Allgemeinärzte, Anästhesisten, Kinderärzte und Radiologen.Um in Spanien schneller an die Reihe zu kommen, gehen sie in die Notaufnahme, diese ist beinah zur Regelaufnahme im staatlichen Krankenhaus und zum Nadelöhr geworden.Viele Spanier verfügen, auf Grund von Wartelisten, Zuzahlungen, dem teilweise schlechten Zustand von Einrichtungen in entlegeneren Landesteilen, über eine private Zusatzversicherung. Diese übernimmt Zuzahlungen und verfügt außerdem in der Regel über eine Reihe privater Vertragsärzte und Vertragskliniken, die auf ihre Rechnung Behandlungen übernehmen.   

http://www.madrid.diplo.de/Vertretung/madrid/de/04/Leben__und__Arbeiten/Gesundheitssystem_20in_20Spanien/Gesundheitssystem_20in_20Spanien.html

 

 

 

 

 


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